02. Januar 09

Brustvergrößerung ohne Narkose möglich

Innovation in der Schönheitschirurgie -Brustvergrößerung ohne Operation möglich

Brustvergrößerungen bedeuteten bisher immer eine Brustoperation mit Einschnitten am Rand der Brüste, um die Silikonkissen entsprechend einlegen zu können. Ein neues Verfahren soll die Brustvergrößerungen jetzt revolutionieren. Das neu entwickelte Verfahren mit Macrolane erfolgt mit Hyaluronsäure und macht jetzt eine Brustvergrößerung ohne Skalpell möglich.

Dies wird sicher für einige Frauen einen positiven Aspekt bei der Überlegung darstellen, den Busen vergrößern zu lassen, schließlich haben viele dies bisher noch gescheut, da eine Brustvergrößerung bisher immer mit einer Operation verbunden war. Dies bedeutet auch, dass keine langen Vorbereitungen auf eine Operation notwendig sind und auch keine Anästhesie angewandt werden muss. Narkosemittel können zu diversen Überempfindlichkeitsreaktionen führen, die als allergische, pseudoallergische oder pharmakologische Intoleranzreaktionen aufgefasst werden können. Vollkommen ohne jegliche Operation bedeutet natürlich auch keinerlei Narkose und auch keine entsprechende Nachsorge, die nach durchgeführten Operationen unerlässlich ist und gemacht werden muss. Ein weiterer Vorteil des neuen Verfahrens mit Macrolane ist, dass dabei keinerlei Narben zurückbleiben, da es sich eben auch nicht um eine Operation handelt und keine Einschnitte am Rand der Brüste erfolgen müssen.

Bei der neuen Methode zur Brustvergrößerung ist nur noch eine Injektion notwendig. Mit einer speziellen Injektionstechnik wird für die Brustvergrößerung die gelartige Hyaluronsäure hinter die Brustdrüse eingespritzt. Diese neuartige Brustvergrößerung ohne Operation ist eine Weiterentwicklung der auf Hyaluronsäure basierenden Unterspritzung der Falten im Gesicht, die bereits erfolgreich in über 9 Millionen Fällen eingesetzt wurde. Selbstverständlich unterliegt die neue Behandlung mit Hyaluronsäure auch klinischen Studien, die über einen Zeitraum von viereinhalb Jahren eine gute Verträglichkeit aufzeigten. Die Ergebnisse der innovativen Brustvergrößerung halten bis zu einem Jahr an, danach muss die Injektion der Hyaluronsäure wiederholt werden.

11. Dezember 08

Weihnachtsgenüsse trotz Allergien?

Während der Adventszeit erfüllt der herrliche Duft von frisch gebackenen Plätzchen, Stollen oder auch frischen Bratäpfeln den Raum. Doch nicht jedem versüßen solche Leckereien den dunklen Winter. Für Allergiker kann ein Biss in ein Haselnussplätzchen bereits ein Kribbeln im Mund, ein Anschwellen des Halses oder sogar Atemnot und Kreislaufkollaps bedeuten. Welche Möglichkeiten bietet die seit Ende 2005 verpflichtende Kennzeichnung von Allergenen auf Lebensmitteletiketten? Steht Allergikern einer beschwerdefreien, genüsslichen Weihnachtszeit nun nichts mehr im Wege?

Etwa acht Prozent der Kinder und vier Prozent der Erwachsenen reagieren in Deutschland allergisch auf Lebensmittel. Zu den Hauptverursachern in der kalten Jahreszeit zählen Nüsse, Erdnüsse, Äpfel und die klassischen Weihnachtsgewürze wie Anis, Zimt und Kardamom. Aber auch Allergien gegen (Weizen-)Mehl, Kuhmilch und Eier - den Grundzutaten für das meiste Weihnachtsgebäck - erschweren Betroffenen die Weihnachtszeit. Nicht zu vergessen sind hierbei auch mögliche Kreuzallergien. So können Pollenallergiker, die an einem "Birkenpollen-Nuss-Kernobst-Syndrom" erkrankt sind, ebenfalls allergisch auf Weihnachtsgebäck reagieren. Bei einer Gräser- bzw. Getreidepollenallergie kann zudem eine Kreuzreaktion mit Weizenmehl oder Erdnüssen auftreten. Beifußallergiker sollten zudem bei den Gewürzen Zimt, Anis und Kardamom aufpassen.

Die Gefahren lauern vor allem in gekauftem Gebäck. Denn hier ist für den Allergiker nicht immer ersichtlich, ob allergieauslösende Bestandteile enthalten sind. Eine Erleichterung scheint hier zunächst die relativ neue Verpflichtung zur Allergenkennzeichnung zu bringen: Seit dem 25.11.2005 müssen 12 Lebensmittelgruppen, die zu den wichtigsten allergieauslösenden Zutaten gehören (Allergene), auf verpackten Lebensmitteln angegeben werden. Auch wenn diese Kennzeichnungspflicht ein wichtiger Schritt für Allergiker ist, hat diese Regelung ihre Grenzen. Denn es gibt bislang noch keine einheitliche Lösung für ungewollte Verunreinigungen bei der Lebensmittelproduktion. Hier gilt die Allergenkennzeichnung nicht. Keine Entwarnung gibt es darüber hinaus für Gewürzallergiker. Die Zutaten von Gewürzmischungen müssen nur dann einzeln aufgelistet werden, wenn mehr als 2 Prozent davon im Lebensmittel enthalten sind. Allergiker, die auf Nummer sicher gehen wollen, greifen daher am besten selbst zu Backschürze und Teigroller und genießen ihre eigenen Weihnachtsplätzchen auf diese Weise gleich doppelt.

Weitere Informationen zu diesem Thema und wie Sie durch Selberbacken problematische Zutaten leicht ersetzen können, finden Sie unter: http://www.phytodoc.de/news/

Quelle: www.lifepr.de

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10. Dezember 08

17 Prozent der Kinder sind Allergiker

Fast 17 Prozent der Kinder- und Jugendlichen haben einer Studie zufolge mindestens eine allergische Erkrankung. Sie litten in den zwölf Monaten vor der Befragung entweder an Heuschnupfen (knapp 9 Prozent), Asthma (rund 3 Prozent) oder Neurodermitis (gut 7 Prozent). Das geht aus Zahlen des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) hervor, auf den sich die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln und das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin beziehen.

Kinder aus Familien mit mindestens einem allergischen Elternteil sind deutlich häufiger von Heuschnupfen betroffen als andere. Haben die Kinder dagegen mindestens ein älteres Geschwisterkind, sinkt das Risiko für Heuschnupfen. Auch der Sozialstatus spielt den Angaben zufolge eine Rolle: Kinder aus Familien mit hohem sozialen Status leiden öfter unter Heuschnupfen als Gleichaltrige aus Familien mit niedrigem Sozialstatus.

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Auf Allergene verzichten

Sind die Eltern Allergiker, sollten sie ihr Kind möglichst mindestens vier Monate lang stillen. Ist das nicht möglich, raten die Experten zu sogenannter hydrolisierter, weniger allergen wirkender Säuglingsnahrung. In manchen Fällen könne es zudem hilfreich sein, wenn die Mutter während der Stillzeit auf bestimmte Nahrungsmittelallergene in ihrer eigenen Nahrung verzichtet. Wichtig sei überdies, Kinder vor und nach der Geburt vor Passivrauch zu schützen, sie nach den Impfempfehlungen zu impfen und ein feuchtes Wohnklima zu vermeiden. Darüber hinaus sollte in der Familie kein Haustier mit Fell leben.

Informationen zur Gesundheit von Kindern haben die BZgA und das RKI in der Broschüre "Erkennen - Bewerten - Handeln: Zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland" zusammengestellt. Sie kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden unter www.kindergesundheit-info.de, Stichwort "Für Fachkräfte".

Quelle: n-tv

09. Dezember 08

Asthma: Mehr Wissen - weniger Notfälle?

Asthma-Studie der Universität Witten/Herdecke abgeschlossen / Fortbildungen kamen bei Ärzten und Praxisteams gut an

477 Ärzte, 255 Arzthelferinnen und 250 Patienten - So lautet die nüchterne Zahlenbilanz des Studienteams der medizinischen Fakultät an der Universität Witten/Herdecke zum Abschluss der so genannten L.I.S.A.-Studie. Mit L.I.S.A., der Leitlinien-Implementierungs-Studie Asthma, wurden Haus- und Kinderärzten in Nordrhein-Westfalen die Empfehlungen der aktuellen ärztlichen Leitlinie Asthma nahe gebracht. Der Hintergrund: Leitlinien kondensieren aktuelles und wissenschaftlich basiertes Wissen zu Handlungsempfehlungen für Ärzte. Von denen werden sie aber oft nicht wahrgenommen.

Wie erfahren Ärzte eigentlich von neuen Behandlungskonzepten?

"Dann muss man sie eben in die Arztpraxen bringen", sagten sich die Wissenschaftler der Universität und entwickelten Schulungen für Ärzte und Medizinische Fachangestellte, früher "Arzthelferinnen" genannt. Mit Unterstützung der Bundesärztekammer besuchten sie fortan ärztliche Qualitätszirkel in NRW um die Leitlinienempfehlungen mit den Kollegen zu diskutieren: Wie werden die Schweregrade bei Asthma festgelegt? Welche Medikamente haben einen langfristigen Nutzen bewiesen? Wie lauten die aktuellen Empfehlungen beim Notfall? Und: Was tun, um den Betroffenen mehr Selbstständigkeit zu ermöglichen? Zusätzlich zu den Fortbildungsveranstaltungen bekamen die Mediziner Zugang zum internetbasierten E-Learning der UWH. Hier konnte, wer wollte, sein Wissen weiter vertiefen.

Während die Ärzte von Arztkollegen geschult wurden, trafen sich die Arzthelferinnen mit einer spezialisierten Medizinischen Fachangestellten der Universität, um mehr über die Asthma-Erkrankung und den richtigen Umgang mit ihr zu lernen. Dabei wurde die korrekte Bedienung der Untersuchungs-Geräte in den Praxen genauso geübt wie der Gebrauch der verschiedenen Asthmasprays und -Inhaliergeräte.

Dieser Wissenstransfer war eingebunden in die eigentliche Studie: Ärzte und Arzthelferinnen bearbeiteten vor und nach den Schulungen Fragebögen um ihr Asthma-Wissen zu testen. Derzeit werden die etwa 2000 Fragebögen ausgewertet, um den Wissenszuwachs zu messen und zu vergleichen.

Und was haben die Patienten davon?

Profitieren die Patienten von den aufwändigen Schulungen ihrer Therapeuten? Das ist die zentrale Fragestellung der L.I.S.A.-Studie. Die Hypothese lautet: Die Umsetzung der Leitlinien-Empfehlungen in den Haus- und Kinderarztpraxen führt zu einem Rückgang der Notfälle bei den Asthma-Betroffenen. Diese Hypothese wurde durch etwa 500 Telefoninterviews geprüft, bei denen die Patienten Auskunft über ihre Erkrankung gaben. Die Studien-Auswertung ist noch in Arbeit. "Wir haben den Eindruck, dass die meisten Ärzte in vielen Teilbereichen bereits entsprechend der Leitlinien-Empfehlungen gehandelt haben, ohne die eigentliche Leitlinie zu kennen. Bei anderen Themen, etwa der Notfalltherapie, gab es aber große Diskrepanzen", sagt der Studienleiter und Internist Nik Koneczny.

Überrascht war das Studien-Team von der hohen Teilnahmebereitschaft der nordrhein-westfälischen Niedergelassenen. Koneczny: "Wir haben ursprünglich nur mit halb so vielen Arztpraxen gerechnet. Offensichtlich kamen das Thema und das Fortbildungsangebot gut an. Allen Teilnehmern möchten wir auf diesem Weg für´s Mitmachen noch mal herzlich danken!"

Informationen & Kontakt: www.AsthmaWissen.de
Studienleitung: N. Koneczny Tel: 02302-926-717, LISA@evidence.de

Wissenschaftlicher Hintergrund:
Die L.I.S.A.-Studie (Leitlinien-Implementierungs-Studie Asthma) ist eine kontrollierte Interventionsstudie der Universität Witten/Herdecke mit den Projektpartnern Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) und Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), gefördert durch die Förderinitiative der Bundesärztekammer zur Versorgungsforschung. Im Zeitraum von März 2007 bis Juni 2008 wurden 477 Allgemein- und Kinderärzte in ihren ärztlichen Qualitätszirkeln zur evidenzbasierten und leitliniengerechten Asthma-Diagnostik und Therapie geschult. Nachfolgend wurde den Teilnehmern eine Schulung des Praxisteams und ein internetbasiertes CME-E-learning angeboten. Inhaltliche Grundlage war die Nationale Versorgungsleitlinie (NVL) Asthma. Gemessen wurden Wissenszuwachs und Verhaltensänderung bei Ärzten und Arzthelferinnen sowie ungeplante Arztkontakte (Notfälle) und Wissenszuwachs/Verhaltensänderung bei den Patienten mittels Telefoninterviews. Ziel der L.I.S.A.-Studie ist die Erprobung und Evaluation unterschiedlicher Leitlinien-Implementierungs-Strategien in einem primärärztlichen Setting in Deutschland.

Quelle: idw-online.de

06. Dezember 08

Piercing kann zur Sensibilisierung gegenüber Nickel führen

Nickel kann Allergien auslösen. Das Metall ist weitverbreitet und in vielen Bedarfsgegen-ständen wie Modeschmuck und Bekleidungszubehör enthalten. Die Legierungen, aus denen viele Materialien für Gegenstände des alltäglichen Bedarfs hergestellt sind, weisen oft einen hohen Nickelgehalt auf. Dazu gehören auch Weißgold oder Neusilber. Letzteres wird zum Beispiel in Essbestecken, medizinischen Geräten, Reißverschlüssen, Blasinstrumenten und Saiten für Saiteninstrumente verwendet. Nickel ist auch Bestandteil von Edelstahllegierungen für Kochgeschirr, Schlüssel, Messer, Damenuhren, Herrenuhren, Kinderuhren,Jeansknöpfen, Gürtelschnallen, Schuhschnallen und Türklinken. Kinder können über Metallspielzeug mit Nickel in Kontakt kommen.

Der direkte Hautkontakt mit nickelhaltigen Materialien bewirkt bei sensibilisierten Verbrauchern eine Überempfindlichkeitsreaktion. An der Kontaktstelle kommt es dabei nach ein bis zwei Tagen zu einer Entzündungsreaktion der Haut. Für die Entwicklung einer Sensibilisierung oder eines Kontaktekzems gegenüber Nickel ist vor allem die Freisetzung von Nickel aus dem jeweiligen Material entscheidend. Diese Freisetzung wird durch andere Bestandteile des Materials hervorgerufen, beispielsweise durch Schwefel. Auch Körperflüssigkeiten katalysieren die Freisetzung von Nickel. Kommt, wie beim Piercing, nickelhaltiger Schmuck direkt mit der Haut oder darunter liegendem Fett- und Knorpelgewebe in Kontakt, kann Nickel durch Schweiß, Urin oder Blutplasma leicht herausgelöst werden.

In der Gesamtbevölkerung hat sich in den letzten Jahren die Zahl der Verbraucher, die gegenüber Nickel sensibilisiert sind, kaum verändert. Allerdings wurde bei Frauen unter 18 Jahren eine deutliche Zunahme der Sensibilität beobachtet. Studien zufolge tragen vor allem Verbraucher unter 18 Jahren Piercings an verschiedenen Körperteilen, Frauen sind dabei häufiger gepierct als Männer. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Entwicklung der Nickelsensibilisierung bewertet. Dabei wurde auch der mögliche Zusammenhang zwischen der Zunahme der Sensibilität gegenüber Nickel und Piercing beurteilt. Ergebnis der Bewertung war, dass beim Piercen ein besonderes Risiko besteht, gegenüber Nickel sensibilisiert zu werden und eine Kontaktdermatitis zu entwickeln. Das Tragen von Piercings in jungen Jahren erhöht die Wahrscheinlichkeit, als Erwachsener eine Nickelallergie auszubilden und Einschränkungen der Lebensqualität hinnehmen zu müssen. Aus Sicht des BfR sollte bereits in der Schule über die Risiken des Piercings aufgeklärt werden. Das BfR empfiehlt zu prüfen, ob Jugendliche unter 18 Jahren nur unter Vorlage einer Einverständniserklärung der Eltern gepierct werden dürfen. Um langfristig die Zahl derjenigen Verbraucher zu senken, die sensibel auf Nickel reagieren, sollte der zurzeit gültige Höchstwert der Freisetzung von Nickel aus den verschiedenen Bedarfsgegenständen weiter gesenkt werden.

Quelle: www.bfr.bund.de

PISA und Allergien

PISA zeigt in regelmäßigen Abständen, welche Leistungen Schüler im internationalen Vergleich erbringen. Mangelnde Leistungen sind jedoch nicht immer Schuld der Schüler oder des Schulsystems. Unbehandelte Allergien können zu vermeidbaren Beeinträchtigungen führen, da sie die Leistungsfähigkeit der Betroffenen erheblich einschränken. Bei Schülern mit Pollenallergie vermindert sich das Ergebnis bei Prüfungen während des Pollenflugs um ca. 20 %. Das Langzeitlernvermögen kann sich um 30 % vermindern, wie auch eine aktuelle britische Studie belegt. Allergien nehmen in allen industrialisierten Ländern zu. Heute ist bereits jeder Dritte von einer Allergie betroffen. 2015 wird etwa die Hälfte der Bevölkerung an Allergien leiden. Schätzungen zufolge wird nur bei ca. 10 % aller Allergiker die Krankheit korrekt diagnostiziert und behandelt. Für 90 % bedeutet dies eine vermeidbare Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit und ebenso eine unnötige Einschränkung der Lebensqualität, da moderne Therapien vorhanden sind.

Weitere Informationen zu Allergien bietet Ihnen die Europäische Stiftung für Allergieforschung ECARF hier im Internet: http://www.ecarf.org/index.php?id=152&L=1

Die Europäische Stiftung für Allergieforschung ECARF ist gemeinnützig. Sie hat ihren Sitz an der Charité - Universitätsmedizin Berlin und engagiert sich speziell in der Forschung, Diagnostik und Therapie von Allergien. Leiter ist Prof. Dr. med. Torsten Zuberbier. ECARF vergibt kostenlos europaweit ihr Gütesiegel für allergikerfreundliche Produkte und Dienstleistungen. Die Stiftung ist Mitglied im EU-geförderten internationalen Allergie- und Asthma-Netzwerk GA²LEN.

Quelle: ECARF

17. November 08

Bauen: Wer richtig plant, schont Gesundheit und Umwelt

In Zeiten von Klimawandel, steigenden Energiekosten, zunehmenden Allergien und der größer werdenden Eigenverantwortung für unsere Gesundheit, wird es immer wichtiger, den eigenen Alltag gesünder und umweltschonender zu gestalten. Anregungen wie man das in den verschiedenen Lebensbereichen umsetzt, gibt es in großem Umfang. Dabei den Überblick zu behalten und sich nicht selbst im Wege zu stehen, ist schon fast eine Lebensaufgabe. Darüber hinaus wird bei all dem Abfall trennen, gesund ernähren und Bahn-statt-Auto-fahren die allernächste Umgebung, das eigene Haus oder Wohnung, zu oft vergessen.
Um allen Bau-Interessierten und gesundheitlich Betroffenen einen Leitfaden zur besseren Orientierung in die Hand zu geben, hat das Büro für Baubiologie und Information – Volkenant & Wolff GbR (Sontra/Kassel) zusammen mit zwei Fachjournalistinnen den Ratgeber „Gesund bauen und wohnen“ im Rudolf Haufe Verlag veröffentlicht. Der aktuelle Ratgeber hilft bei der Wahl schadstofffreier Grundstücke und unbedenklicher Baustoffe und gibt Anleitungen, das eigene Haus baubiologisch zu optimieren – vom Rohbau über die Fassadengestaltung bis zum Innenausbau und der Haustechnik. Zudem gibt das Buch Tipps zur fachgerechten und effizienten Sanierung Schadstoff belasteter Häuser und klärt über Rechte und Pflichten bei Schadstoffbelastungen auf.
In unserer Beratungspraxis erleben wir immer wieder ratlose Mediziner, verzweifelte Bewohner, zerstrittene Mieter und Vermieter und eigenwillige Handwerker, die Gesundheit und Wohnen nicht zusammenbringen wollen oder können“ so die promovierte Diplom-Biologin Kerstin Volkenant. Mit vielen Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Checklisten und Adressen ist das Buch auch eine Hilfe zur Selbsthilfe und kann als Nachschlagewerk genutzt werden. Der Leser erhält eine Übersicht über die verschiedenen Problembereiche und gleichzeitig Hinweise auf angemessene, praktikable Lösungsmöglichkeiten – auch gerne bevor neu gebaut, renoviert oder gemietet wird.

Das Büro für Baubiologie und Informationbietet seit 2005 baubiologische Beratungen und Innenraumanalysen (Feuchtigkeit, Schimmelpilze, Schadstoffe, Gerüche und Elektrosmog) an sowie die Planung und Begleitung von Sanierungsmaßnahmen. Darüber hinaus vermittelt der Informationsdienst (Recherchen, Vorträge, Workshops) Aktuelles aus den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Energie an Bauakteure, Mediziner und betroffene Menschen. Das Büro ist in ganz Nordhessen und angrenzenden Regionen tätig.
Dr. Kerstin Volkenant, Diplom-Biologin, Baubiologin IBN und Beraterin für ökologische Wohnraumgestaltung mit den Schwerpunkten Innenraumanalytik und Gesundheit, Gründerin des Büros für Baubiologie und Information.
Peter K. Wolff, Baubiologe IBN, Bauberater kdR und Energiefachberater mit den Schwerpunkten Bauphysik und Elektrosmog, Gründer des Büros für Baubiologie und Information.

Dr. Kerstin Volkenant, Peter K. Wolff, Daniela Trauthwein, Melanie Goldmann: Gesund bauen und wohnen. Mit Rechts- und Kostenchecks auf CD-ROM, Rudolf Haufe Verlag, München 2008, 296 Seiten, ISBN 978-3-448-08791-8, 29,80 Euro

Quelle:
Büro für Baubiologie und Information – Volkenant & Wolff GbR 

08. November 08

Asthma-Prävention durch Eltern

Zur Prävention von Asthma gibt es inzwischen einige vielversprechende Ansätze. Dazu gehören etwa eine allergenarme Ernährung von Frauen während Schwangerschaft und Stillzeit sowie Impfkonzepte, wonach Kinder mit Substraten geimpft werden, mit denen Bauernkinder gehäuft konfrontiert sind. Diese haben bekanntlich seltener Asthma als andere Kinder. Aber das ideale Konzept ist bisher noch nicht gefunden worden.

Ein neuer Ansatz zur Asthma-Prävention könnte eine Gentherapie sein. Denn französische Forscher haben in einer aktuellen Studie den engen Zusammenhang zwischen Veränderungen des Chromosom 17q21 und einem erhöhten Asthma-Risiko bei Kleinkindern bestätigt. Ob es eine geeignete Gentherapie zur Asthma-Prävention aber jemals geben wird, steht noch in den Sternen.

Sofort umsetzbar ist aber eine Maßnahme, die Kinder zwar nicht 100-prozentig vor Asthma schützt, aber das Risiko erheblich senkt: der Verzicht auf Rauchen, wenn man in einem Haushalt mit Kindern lebt. Wie effektiv das ist, hat sich jetzt erneut bestätigt. In der französischen Studie war das Risiko, in den ersten vier Lebensjahren an Asthma zu erkranken, wesentlich höher, wenn zu Genmutationen auch noch Passivrauchen hinzukam.

Quelle: Ärztezeitung (Ingrid Kreutz)

JAKO-O Aktionen

Rauchen steigert Effekt des Asthma-Gens

Hohes Asthma-Risiko bei Chromosomenveränderung plus Passivrauchen

Bei Kindern mit Mutationen im Chromosom 17q21 ist das Risiko, innerhalb der ersten vier Lebensjahre Asthma zu entwickeln, deutlich erhöht. Noch viel größer ist das Erkrankungsrisiko nach aktuellen Studiendaten, wenn solche Kinder in einem Haushalt mit Rauchern aufwachsen.

Eine Arbeitsgruppe um Dr. Florence Demenais aus Paris hat insgesamt 1511 Personen - 708 Elternteile und 803 Kinder - aus 372 Familien auf Veränderungen im Chromosom 17q21 untersucht. Aus einer früheren Studie gab es bereits Hinweise, dass Mutationen in diesem Gen mit einem erhöhten Asthma-Risiko einhergehen. Ermittelt haben die französischen Wissenschaftler in ihrer aktuellen Untersuchung darüber hinaus das Rauchverhalten in den Familien (NEJM 359, 2008, 1985).

Die Ergebnisse: Signifikant erhöht war das Asthma-Risiko bei elf Genvarianten im Chromosom 17q21. Besonders stark war die Assoziation mit der Atemwegserkrankung bei den Genvarianten rs8069176, rs2305480 und rs4795400. Erhöht war das Asthma-Risiko bei Menschen mit 17q21-Mutationen aber lediglich bis zum vierten Lebensjahr, danach nicht mehr. Bei Menschen, die homozygot waren für solche Mutationen, war das Asthma-Risiko innerhalb der ersten vier Lebensjahre um den Faktor 1,7 oder mehr erhöht im Vergleich zu Personen mit anderen Genvarianten.

Bei Menschen, die bereits in der frühen Kindheit mit Rauchern zusammenlebten, war das Asthma-Risiko um den Faktor 2,3 erhöht. Bei Personen, die heterozygot waren für 17q21-Mutationen und früh zu Passivrauchern wurden, war das Risiko um das 1,9fache höher als bei Personen, die nicht in der frühen Kindheit mit Rauchern in einem Haushalt lebten.

Quelle: Ärztezeitung

Aktionsplan gegen Allergien - Bessere Kennzeichnung und Information für Lebensmittelallergiker

Trotz der seit November 2005 geltenden Allergen-Kennzeichnungsverordnung reichen laut Umfrage des Deutschen Allergie- und Asthmabundes e. V. (DAAB) die Informationen zu Allergenen in Lebensmitteln für 70 Prozent der Lebensmittelallergiker nicht aus. Allergien beeinträchtigen erheblich die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Familien, so auch das Fazit des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) nach der ersten Konferenz zum Aktionsplan gegen Allergien. Vorschläge für eine verbesserte Aufklärung und Information zum Schutz gegen Allergien erarbeiteten deshalb etwa 120 Experten aus Politik, Medizin, Wissenschaft, Verbänden und der Wirtschaft Mitte Oktober 2008 in Berlin auf der Konferenz des BMELV "Allergien: Bessere Informationen, höhere Lebensqualität".

Auf verpackter Ware müssen seit November 2005 die zwölf (ab Ende 2008 vierzehn) Hauptauslöser für Allergien gekennzeichnet werden. Verbraucher stufen laut Umfrage des DAABs die zur Zeit uneinheitlichen Informationen zu Allergenen in der Zutatenliste jedoch als unzureichend und verwirrend ein. So ist zum Beispiel hinter dem Begriff "Molkenprotein" nicht ohne Weiteres die Zutat Milch zu erkennen. Verunsichernd ist auch die unterschiedliche Verwendung von Allergie- und Warnhinweisen zu ungewollten Kontaminationen wie "kann Spuren von ... enthalten". Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL) erstellt deshalb in Absprache mit dem DAAB eine Broschüre für die Hersteller zur einheitlichen Allergenkennzeichnung. Zudem sind u. a. Schwellenwerte für Allergenmengen vorgesehen, die für die Mehrzahl der Allergiker unproblematisch sind.
Noch schwieriger ist das Erkennen von Allergenen in loser Ware, da hierfür derzeit keine Kennzeichnungspflicht existiert. So kommt es bei 28 Prozent der Lebensmittelallergiker zu unerwarteten Reaktionen nach dem Verzehr von offenen Back- und Wurstwaren. Ein erster Schritt zur besseren Information der Betroffenen sind die freiwilligen Ansätze von Bäckerei- und Fleischereihandwerk zur Kennzeichnung allergener Stoffe in loser Ware. Zum Beispiel in Form von Kladden oder Informationsterminals, in denen sich Allergiker über die Zusammensetzung der angebotenen Back- und Wurstwaren informieren können.
Kritisch und gefährlich für Allergiker werden hierbei jedoch fachliche Fehler in den Informationsmaterialien oder bei der Auskunft an der Theke zu allergenen Inhaltsstoffen. Geplant sind deshalb entsprechende Schulungsmaßnahmen für die Fachverkäufer. Diese sollen jedoch weiterhin nur Informationen zu Inhaltsstoffen der Ware vermitteln, die Bewertung und Beratung bleibt Ärzten und Ernährungsfachkräften überlassen.
aid, Ute Körner

Weitere Informationen: www.was-wir-essen.de/infosfuer/allergie.php

Quelle: aid infodienst

05. November 08

Asthma-Therapie: Keine Belege für Zusatznutzen der Fixkombinationen

Studien liefern ähnliche Ergebnisse wie bei getrennter Gabe der Einzelkomponenten / Abschlussbericht zu Ergänzungsauftrag liegt vor
         

Nicht alle Patienten mit Asthma bronchiale sind mit Kortikosteroiden (ICS) ausreichend behandelt. Für sie kommt eine Kombinationstherapie mit lang wirksamen Beta-2-Rezeptoragonisten (LABA) in Betracht. Die beiden Substanzgruppen können getrennt, mit zwei Inhalatoren eingenommen werden. Seit einigen Jahren gibt es aber auch Kombinationspräparate, bei denen ein Gerät beide Wirkstoffe in einem festen Mischungsverhältnis abgibt. Von diesen Fixkombinationen profitieren Patienten aber nicht stärker als von den Einzelgaben der gleichen Wirkstoffe, wie das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) jetzt festgestellt hat. Der am 4. November 2008 publizierte Abschlussbericht bestätigt die Ergebnisse einer bereits 2007 vorgelegten Nutzenbewertung. Das Institut hat diese erweitert und aktualisiert, weil inzwischen eine neue Wirkstoffkombination auf den Markt gekommen war und eine ältere Kombination eine erweiterte Zulassung erhalten hatte.

Foster, Inuvair und SMART-Schema in Bewertung einbezogen

Den Nutzen für den Patienten macht das IQWiG unter anderem daran fest, ob sich die Schwere der Asthmasymptome und die Anzahl akuter Verschlechterungen der Erkrankung (Exazerbationen) verringern, ob Patienten seltener ins Krankenhaus oder zum Arzt müssen und ob eine der Therapie-Varianten weniger unerwünschte Nebenwirkungen hat. Zu den Zielgrößen gehören auch gesundheitsbezogene Lebensqualität, körperliche Belastbarkeit sowie Einschränkungen bei Aktivitäten des täglichen Lebens.

Der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beauftragte und im April 2007 abgeschlossene IQWiG-Bericht hatte lediglich die beiden Fixkombinationen aus Budesonid und Formoterol (Handelsname: Symbicort) und aus Fluticason und Salmeterol (Handelsnamen: Viani und Atmadisc) mit der jeweils getrennten Inhalation der gleichen Wirkstoffe sowie die Fixkombinationen untereinander verglichen. Im Ergänzungsauftrag kam auch die später zugelassene Kombination aus Beclometasondipropionat und Formoterol (Handelsnamen: Foster, Inuvair) auf den Prüfstand.

Erstmals bewertet wurde auch der Einsatz von Budesonid und Formoterol (Symbicort) in der Erhaltungs- und Bedarfstherapie (Herstellerbezeichnung SMART). Als das IQWiG im Juli 2005 mit der ersten Bewertung begonnen hatte, war diese Kombination lediglich für die Erhaltungstherapie zugelassen. Auch bei dem Ergänzungsauftrag des G-BA verglichen die Wissenschaftler nicht nur fixe und freie Kombinationen der Wirkstoffe, sondern wogen auch den Nutzen der verschiedenen Fixkombinationen gegeneinander ab.

Fixkombinationen sind Gabe von Einzelkomponenten nicht überlegen

Insgesamt konnten die Wissenschaftler 16 Studien in die Bewertung einbeziehen. Sie kommen zu der Schlussfolgerung, dass ein Zusatznutzen einer der beiden Darreichungsformen nicht nachweisbar ist. Werden die gleichen Inhalationssysteme verwendet, liefern die verfügbaren Studien für die fixe und für die freie Kombination von Budesonid/Formoterol und Fluticason/Salmeterol in der Gesamtschau vielmehr ähnliche Ergebnisse. Für die neue Kombination Beclometasondipropionat/Formoterol fehlen bislang entsprechende Studien. Dies gilt für Jugendliche und Erwachsene ebenso wie für Kinder.

Auch was den Vergleich der Fixkombinationen untereinander betrifft, gibt es bei Jugendlichen und Erwachsenen bislang weder Hinweise noch Belege dafür, dass Patientinnen und Patienten von einem Produkt mehr profitieren könnten als von einem anderen.

Eine Ausnahme gilt hier lediglich für Budesonid/Formoterol in der Erhaltungs- und Bedarfstherapie (SMART, Hersteller: Astra Zeneca), d.h. in der Anwendung, für die der Hersteller eine erweiterte Zulassung erhalten hatte. Hier gibt es Hinweise, dass bei Erwachsenen seltener schwere akute Verschlechterungen (Exazerbationen) auftreten als unter Salmeterol/Fluticason (Hersteller: GlaxoSmithKline). Das Institut stellt diesen Befund jedoch unter einen Vorbehalt, da unklar ist, ob für die Nutzenbewertung alle bislang durchgeführten Studien zur Verfügung standen. Denn zusätzliche, bislang nicht verfügbare Daten, könnten auch das Ergebnis der Bewertung infrage stellen.

Schwere Exazerbationen sind die einzige Zielgröße, bei der sich ein Vorteil für Budesonid/Formoterol (SMART) andeutete. Bei allen anderen Endpunkten, etwa der Asthmasymptomatik, der Lebensqualität oder unerwünschten Ereignissen, zeigen auch die bereits veröffentlichten Daten keine Unterschiede zur Fixkombination Fluticason/Salmeterol.

Bei Kindern gibt es keine Vergleiche zwischen den verschiedenen Fixkombinationen.

Nicht alle Herstellerfirmen kooperationsbereit

Um in die Nutzenbewertung möglichst alle vorhandenen Studienergebnisse einbeziehen zu können, recherchierte das IQWiG nicht nur in Literatur-Datenbanken, sondern auch in öffentlichen und firmeneigenen Studienregistern und bat Hersteller um Informationen zu klinischen Vergleichen, deren Ergebnisse nicht oder nur teilweise öffentlich zugänglich sind. Sowohl die Firma GlaxoSmithKline (Salmeterol/Fluticason) als auch die Firma Asche Chiesi (Beclometasondipropionat/Formoterol) schlossen mit dem IQWiG zu Beginn der Bewertung eine Vereinbarung ab, in der sie sich bereit erklärten, alle Studien, die sie mit ihren Präparaten durchgeführt haben, offenzulegen und bislang unveröffentlichte Daten zur Verfügung zu stellen. Damit verbunden war auch die Erlaubnis, diese im Vorbericht zu dokumentieren. Alle Angaben, die das IQWiG daraufhin erbat, wurden von den beiden Firmen auch geliefert.

Dagegen lehnte es die Firma Astra Zeneca ab, eine Vereinbarung zur Übermittlung und Veröffentlichung von Herstellerdaten zu unterzeichnen. Beim Ergänzungsauftrag war das ebenso der Fall wie bei der ersten Bewertung. Da der Hersteller auch keine Liste aller bislang durchgeführten Studien zur Verfügung stellte, ist unklar, ob alle relevanten Studienergebnisse in die Bewertung einfließen konnten. Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass die Datenbasis des Berichts unvollständig ist. Im Zuge der Berichtserstellung stellte sich auch heraus, dass das Unternehmen bereits bei einer Anfrage anlässlich der ersten Nutzenbewertung falsche Angaben gemacht hatte: Astra Zeneca hatte verschwiegen, dass zum damaligen Zeitpunkt zwei weitere Studien bereits abgeschlossen und ausgewertet waren.

Zum Ablauf der Berichtserstellung

Die vorläufigen Ergebnisse, den sogenannten Vorbericht, hatte das IQWiG Anfang Juni 2008 veröffentlicht und zur Diskussion gestellt. Unklare Aspekte aus den Stellungnahmen, die zum Vorbericht beim IQWiG eingingen, wurden bereits Ende Juli 2008 mit den Autoren in einer mündlichen Erörterung diskutiert. Anschließend wurde der Vorbericht überarbeitet und als Abschlussbericht im September 2008 an den Auftraggeber versandt. Ein Wortprotokoll der Erörterung sowie die schriftlichen Stellungnahmen werden in einem eigenen Dokument zeitgleich mit dem Abschlussbericht publiziert.

Quelle: idw online

03. November 08

Wohin im November reisen?

Wer jetzt noch schnell ein paar Tage Sonne tanken und nicht stundenlang im Flieger sitzen möchte, kann z.B. eine Reise nach Madeira oder auf die Kanaren buchen. Gerade für Asthmatiker, ist die milde Seeluft bzw. das Reizklima ideal. Das Klima ist bedingt durch den Golfstrom das ganze Jahr über sehr gleichmäßig.

Wer unter einer Nahrungsmittelallergie leidet, sollte sich die Broschüre "Mit Allergien auf Reisen"  beim Europäischen Verbraucherzentrum, Stichwort Allergien, Willestraße 4 - 6, 24103 Kiel bzw. online unter http://www.evz.de, besorgen. In der Broschüre sind in verschiedenen Sprachen (dänisch, englisch, finnisch, griechisch, italienisch, niederländisch, polnisch, portugiesisch, schwedisch, spanisch, tschechisch, ungarisch, sowie türkisch) Allergie auslösende Nahrungsmittel und deren Übersetzung aufgeführt. Der Sprachführer enthält Vordrucke für Karten mit dem Aufdruck "Ich bin allergisch auf..." in den entsprechenden Sprachen.

Eine gute Reise, wohin auch immer wünscht Ihnen Marktplatz Allergie.

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01. November 08

Lebensmittel-Kennzeichnung in 21 Sprachen

Überall in Europa müssen Lebensmittel auf dieselbe Art und Weise gekennzeichnet werden. Wichtige Informationen wie Haltbarkeitsdauer, Füllmenge sind auf jeder Lebensmittel-Verpackung in der EU zu finden.

Weitere Kennzeichnungsvorschriften gibt es z.B. für genetisch veränderte Zutaten, Lebensmittel aus dem ökologischen Anbau sowie für Zusatzstoffe und häufig allergieauslösende Zutaten. Wer möchte kann sich die Kennzeichnung sowohl in Deutsch als auch in 20 anderen Sprachen ansehen.

Quelle: www.evz.de

Kann ich mit einer Allergie eine Sprachreise buchen?

Definitiv ja, man sollte bei der Buchung von Sprachreisen darauf achten, das es ein Formular gibt, in welches man z.B. seine Ernährungsgewohnheiten, Krankheiten/Allergien eingeben kann. Ein seriöser Anbieter versucht möglichst viele Wünsche und Anforderungen der Gäste zu erfüllen. Je mehr Einschränkungen es gibt, um so weniger Auswahl hat der Anbieter natürlich. Und wenn sehr kurzfristig gebucht wird, kann es sein, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden können.

Also, viel Spass bei der nächsten Sprachreise.

Hier klicken!

29. Oktober 08

Wichtige Informationen für Hausstaubmilbenallergiker

Heute habe ich eine sehr interessante Seite für Hausstaubmilbenallergiker entdeckt:

http://www.vdfi.de/infomat.htm

Hier kann man folgendes Informationsmaterial anfordern

  1. Animationsfilm „Natürlich träumen“ über die DIN EN 12934
  2. Film Daunen und Federn – eine Gabe der Natur
  3. Informationsbroschüre zum Thema „Bettwaren für Hausstaubmilbenallergiker – Nomite“
  4. Infopaket für Hausstaubmilbenallergiker

Ich hoffe, Sie finden dort das was Sie schon immer gesucht haben und nirgends gefunden haben.

Gesunder Schlaf in Federbetten - auch für Allergiker!

Gesunder, wohltuender Schlaf macht uns fit und belastbar für die Aufgaben und
Belastungen des kommenden Tages.
Gerade für Hausstauballergiker ist die Wahl des richtigen Bettzeugs wichtig. Die
typischen Beschwerden einer Hausstauballergie: Schnupfen, juckende Augen,
bis hin zu asthmatischen Beschwerden werden durch die Ausscheidungen der
Milben verursacht.

Gerade Bettwaren aus Daunen und Federn sind für Hausstauballergiker gut
geeignet. Daunenbetten bieten für einen gesunden Schlafkomfort ideale
Voraussetzungen: Daunen spenden sehr rasch wohlige Wärme und kühlen beim
Lüften ebenso schnell wieder ab. Diese Eigenschaften stellen keine idealen
Lebensbedingungen für Hausstaubmilben dar. Die Milben lieben eine konstante
Temperatur und eine gleichbleibende Luftfeuchtigkeit, die gerade im
Daunenbett nicht vorhanden ist.

Ein weiterer Vorteil für Allergiker sind die nach einem speziellen
Verfahren gewebten Bezüge der Daunendecken. Hierdurch wird ein Austreten
von Daunen oder kleinen Federkielen aus dem Bettzeug verhindert. Mit diesen
Eigenschaften bilden geprüfte Bettwaren aus Daunen und Federn eine
regelrechte "Milbensperre", denn durch die besondere Webstruktur gelangen
praktisch keine Milben in das Bettzeug. Nach Meinung der Experten sind
natürliche Bettwaren gefüllt mit Daunen und Federn für Hausstauballergiker
besonders geeignet.


Bei der Auswahl von Bettwaren, die für Hausstaubmilbenallergiker geeignet
sind, hilft das NOMITE®-Zeichen. Weitere Informationen erhalten Sie beim
Verband der deutschen Daunen- und Federnindustrie e. V. (VDFI),
Thomas-Mann-Straße 9a, 55122 Mainz, Telefon 06131 - 37 50 70, www.vdfi.de

Quelle: ddp direkt, VDFI

Handys rufen Allergien hervor

Immer wieder melden sich Ärzte zu Wort, die vor den gesundheitsschädlichen Folgen von Handys warnen. Nun haben Forscher sogar eine Handy-Allergie nachgewiesen.

'Mobile Phone Dermatitis' nennt der britische Dermatologenverband die Neuentdeckung. Ausnahmsweise hat dieses Erkrankungsbild nichts mit der schädlichen Strahlung der mobilen Telefone zu tun.

Vielmehr sei die Tatsache verantwortlich, dass die Hersteller in vielen Modellen Nickel verwenden. Bei einem übermäßigen Gebrauch, kann das zu Reizungen der Haut führen. Man sei auf diese Krankheit aufmerksam geworden, als verschiedene britische Ärzte mit Hautreizungen in Gesicht und Ohr konsultiert wurden. Zunächst fanden die Dermatologen keine Erklärung für die Erkrankung.

Bei genauere Untersuchungen konnte anschließend das in den Oberflächen von Handys verwendete Nickel als Auslöser für die Allergie bestimmt werden. Nickel-Allergie sei die in Britannien häuftigste Form von Kontaktallergie, so die Hautärzte. Rund 30 Prozent der Inselbewohner könnten laut Schätzungen des Verbandes von dem Problem betroffen sein.

Dabei seien Frauen gefährdeter, weil sie durch den Kontakt mit nickelhaltigem Schmuck stärker sensibilisiert sind. Wer bereits einmal eine allergische Reaktion auf Nickel hatte, sei ebenfalls gefährdet, an der Handy-Dermatitis zu erkranken, warnt der Dermatologe Graham Lowe. Je länger der Kontakt bestehe, desto höher sei das Risiko einer Erkrankung. Theoretisch könnten neben Gesicht und Ohr auch die Finger betroffen sein, etwa, wenn viele Kurznachrichten versendet werden.

Mit der Veröffentlichung der Forschungsergebnisse wollen die britischen Dermatologen ihre Kollegen über die neuen Symptome informieren, die sich ansonsten nicht erklären lassen. So seien in den USA 22 Handhelds von acht Herstellern getestet worden und die Forscher hätten in 10 Modellen Nickel nachweisen können. Auf Logos, der Tastatur oder in Metallrahmen um die Displays seien die Forscher der Brown Universität, Rhode Island, besonders häufig auf freiwerdenden Nickel gestoßen.

Quelle: www.silicon.de

Gräsertablette eignet sich auch bei Allergie gegen Roggenpollen

Gräserpollenextrakte eignen sich auch zur Hyposensibilisierung bei einer Roggenpollenallergie. Das bestätigen aktuelle Untersuchungen, in denen die zur sublingualen spezifischen Immuntherapie erhältliche 5-Gräser-Tablette Oralair® getestet wurde.

In Immunoblot- und ELISA-Untersuchungen mit den Seren von 15 Patienten mit Gräserpollenallergie ergab sich eine über 90-prozentige Hemmung der IgE-Bindung von Roggenallergenen durch die 5-Gräserpollenmischung. Darauf weist die Arbeitsgruppe um Professor Karl-Christian Bergmann von der Charité in Berlin hin (Allergologie 30, 2008, 462).

Die Ergebnisse ihrer Forschungen bestätigten andere Studien mit Hunderten von Seren, in denen die Mischungen mit verschiedenen anderen Gräserpollen und auch Einzelgräser untersucht wurden. Aufgrund der hohen IgE-Kreuzreaktivität wird nach Einschätzung der Berliner Wissenschaftler bei Patienten mit einer Roggenpollenallergie auch die Hyposensibilisierung mit der 5-Gräser-Pollenmischung zu klinisch relevanten Therapieergebnissen führen.

Quelle: Ärztezeitung

Bei Schwangeren lohnt sich Fortsetzen der Asthmatherapie

Eine Asthmatherapie, etwa mit Beta-2-Mimetika oder topischen Kortikoiden, sollte während der Schwangerschaft fortgesetzt werden.

Denn: Die Vorteile der Vermeidung eines Asthmaanfalls überwiegen bei weitem die Nachteile durch mögliche seltene unerwünschte Wirkungen der verfügbaren Asthma-Medikamente. Darauf weisen Professor Adrian Gillissen vom Klinikum St. Georg in Leipzig und Professor Heinrich Worth vom Klinikum Fürth hin (Dtsch Med Wochenschr 133, 2008, 1977).

Ein instabiles Asthma mit Exazerbationen gefährdet die Schwangere und das ungeborene Kind. In Studien war ein unzureichend eingestelltes Asthma häufig mit Präeklampsie und niedrigem Geburtsgewicht (unter 2500 g) assoziiert. Außerdem kommt es bei instabilem Asthma vermehrt zu Schwangerschaftserbrechen, Hypertonie, intrauteriner Wachstumsverzögerung und Frühgeburten.

Quelle: Ärztezeitung

28. Oktober 08

ÖKO-TEST hat mehr als 40 dauerhafte Haarcolorationen unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist niederschmetternd: Alle Marken fallen mit ungenügend durch den Test. Dennoch: Es gibt Alternativen!

Dieser Text wurde gekürzt.  Sie können das Heft mit dem vollständigen Beitrag nachbestellen.
Der Verlust der Haarfarbe ist für viele Frauen völlig inakzeptabel, immerhin colorieren sich 60 Prozent ihr Haar. Und ein Blick in Magazine wie Gala oder Brigitte zeigt, es halten eigentlich nur königliche Persönlichkeiten wie Queen Elisabeth, 82, ihre irgendwie zwischen Silberzwiebel und mausgrau changierende Wasserwelle in die Linse der Fotografen. Dagegen werben Schauspielerinnen wie Iris Berben, die Tatort-Kommissarin Maria Furtwängler und Desperate-Housewives-Star Eva Longoria sogar für die Haarfärbeprodukte von L’Oréal und Garnier. An der Männerfront entdeckt man jedoch Mut zum Grau, straßenkötergrau etwa bei George Clooney, 47, und schlohweiß bei Karl Lagerfeld, 74.

Mehr als die Hälfte der gefärbten Schöpfe hat zum ersten Mal mit 16 Jahren Bekanntschaft mit dem Farbtopf gemacht. Somit steigt natürlich auch die Anwendungsdauer. Denn alle vier bis sechs Wochen müssen der Haaransatz gefärbt und die Haarlängen aufgefrischt werden. Grund: Die permanenten Haarfarben, sie machen 70 bis 80 Prozent des Haarfarbenmarktes in Europa aus, schwächeln unter Sonneneinstrahlung, häufigem Waschen und der Hitze des Föhns. Dabei sind konventionelle Haarfarben eine echte Strapaze fürs Haar. Die Farbcremes enthalten Alkalisierungsmittel. Diese öffnen die Schuppenschicht der Haare, nur so können die Farbpigmente ins Haar eindringen und das Haupt dauerhaft färben. Zudem machen Oxidationsmittel wie Wasserstoffperoxid das Haar rau und spröde, es verliert seinen Glanz und muss dann mit Spülungen und Kuren wieder glänzend und glatt getrimmt werden.

Natur statt Chemie?

Die Alternativen zu den Chemiefarben sind Pflanzenhaarfarben. Sie machen das Haar durch den adstringierenden Effekt der enthaltenen Gerbsäuren etwas härter. Solche Naturfarben spielen jedoch in den meisten Friseursalons keine Rolle. "Nur etwa zwei oder drei meiner Friseurschülerinnen in der Klasse arbeiten in Salons, die auch Pflanzenfarben einsetzen. Prüfungsrelevant für die Ausbildung ist der praktische Einsatz pflanzlicher Colorationen auch nicht", erklärt Beate Sehnert, Berufschullehrerin an der Frankfurter Schule für Mode und Bekleidung. Dabei erfordere das Färben mit Pflanzenhaarfarben viel Erfahrung und Experimentierfreude, eine gute Weiß- und Grauabdeckung sei eigentlich nur mit rotem Henna möglich.

Dieser Herausforderung hat sich Andrea Deuser gestellt. Sie bietet Colorationen mit Pflanzenhaarfarben seit 2004 in ihrem Wiesbadener Salon Hair Image an. Die pulverförmigen Pflanzenfarben rührt sie mit warmem Wasser an und mischt noch Feuchtigkeits- und Proteinprodukte auf Naturbasis unter. Da Henna die beste Deckkraft hat, färbt Deuser für Braunnuancen in zwei Schritten. Zuerst werden die grauen Haare deckend rot gefärbt und darüber quasi eine zweite abmattierende Pigmentschicht gelegt, durch die schöne warme oder kalte Brauntöne erzielt werden. "Früher musste ich oft noch Probesträhnchen bei meinen Kundinnen machen", erzählt Deuser, "heute weiß ich, wie ich bei welchem Haar die gewünschte Farbe hinbekomme." Sie ergänzt: "Meine Kundinnen bekommen mittlerweile viele positive Komplimente für ihr Haar. Es glänzt, sieht vitaler aus, die Farben halten so gut, dass teilweise nur die Ansätze zu färben sind und nicht jedes Mal die Haarlängen". Die Farbe sei zudem individueller, da die grauen und weißen Haare die Farben unterschiedlich stark annehmen und natürlich wirkende Strähncheneffekte entstehen. Der Zeitaufwand für die Kundin ist oft größer als bei chemischen Haarfarben, da das Auftragen der Pflanzenhaarfarbe länger dauert, ebenso die Einwirkzeit. Von den Kosten her seien jedoch beide Techniken vergleichbar: Für kurzes, feines Haar müsse man mit rund 30 Euro rechnen, für langes Haar rund 50 Euro.

ÖKO-TEST hat 41 dauerhaft haltbare Haarcolorationen in Braun- und Rotnuancen sowie ein Produkt zum Nachfärben des Haaransatzes eingekauft und die Inhaltsstoffe beurteilt.


Das Testergebnis

... ist und bleibt - im Vergleich zu unserem letzten Test Haarfarben - sehr unbefriedigend: Alle 42 untersuchten Haarfarben schneiden mit "ungenügend" ab.

Die häufigsten Haarfarben in den getesteten Produkten sind aromatische Amine, von denen viele unter Krebsverdacht stehen (siehe Kasten). Solange der Verdacht nicht ausgeräumt ist, gibt es für diese Farben vier Punkte Abzug.

Viele Haarfarben - dazu gehören das in allen getesteten Marken enthaltene Toluene-2,5-Diamine, das oft eingesetzte m-Aminophenol und auch Resorcin - haben zudem ein erhebliches Sensibilisierung- und Allergiepotenzial. Die weltweit größte Datenbank für Kontaktallergien (IVDK) in Göttingen beobachtete bereits zwischen 1995 und 2002 einen signifikanten Anstieg der Sensibilisierungen gegen Toluene-2,5-Diamine. Aktuelle Daten des IVDK belegen einen weiteren deutlichen Anstieg zwischen 2003 und 2006. Kontaktallergien auf Haarfarben können sehr unangenehm sein, sie reichen von Juckreiz der Kopfhaut, am Hals oder Nacken bis hin zu extremen Rötungen und Schwellungen der Gesichtshaut.

28 Marken kassieren für umstrittene halogenorganische Verbindungen Minuspunkte. In mehr als zehn Marken ist es die Substanz Chlorhexidin und in der Viva Aufregend Lebendige Farben 45 Marone das Methylchloroisothiazolinone. Beide Substanzen machen Kosmetika haltbar, allerdings wirken beide auch allergen.



Perfekter Auftritt

Das neue ÖKO-TEST Kompakt Perfekter Auftritt gibt viele Tipps zum Färben mit Pflanzenhaarfarben zu Hause. Weitere Themen sind u.a Pflege für jeden Haartyp, welcher Stil passt zu mir und Risiken der Schönheitschirurgie. Es erschien am 22. September und kostet 3,90 Euro. Es ist an jedem Kiosk erhältlich, per Tel. 069/365062626 oder direkt unter shop.oekotest.de

Sanfter färben?

Auch wenn die Hersteller sie oft als sanfte Haarfarben bewerben: Tönungen und Intensivtönungen enthalten ebenso wie Haarcolorationen problematische Farbstoffe. Tönungen sind Haarfarben der Stufe 1, sie halten sechs bis acht Haarwäschen. Vereinzelte graue Haare lassen sich damit kaschieren. Intensivtönungen (Stufe 2) überstehen bis zu 24 Haarwäschen. Mit ihnen ist eine leichte Aufhellung möglich, sie decken einen Grauanteil von 50 Prozent ab. Oxidationshaarfarben (Stufe 3) bleiben dauerhaft im Haar. Graue Haare lassen sich mit ihnen komplett abdecken.


Trendfarbe Grau

Diesen Herbst und Winter kann uns nichts grau genug sein. Wir tragen graue Knöchelstiefeletten und Booties, graue Hosen, Blusen und Pullis sowieso und nennen mindestens noch ein graues Accessoire - auf jeden Fall eine Tasche - unser Eigen. Denn: Grau ist das neue Schwarz! Doch als wir letztens das Frauenmagazin Für Sie aufschlugen und mit einer neuen Trendansage konfrontiert wurden, mussten wir erst mal nach Luft schnappen: Grau ist das neue Blond! Die Models, Schauspielerinnen und anderen befragten Karrierefrauen wie die Modedesignerin Gabriele Strehle und die amerikanische Fotografin Annie Leibovitz - alle zwischen 43 und 73 Jahre alt - gestehen da selbstbewusst: Wir haben die ewige Färberei satt. Und sie sehen "natürlich ganz fabelhaft aus" mit ihren Silbersträhnen.

Lösen Haarfarben Krebs aus?

Seit 2001 in epidemiologischen Studien ein Zusammenhang zwischen der Anwendung von Haarfarben und Blasenkrebs festgestellt wurde, erarbeitet die EU eine Positivliste von Farben, benötigt dazu allerdings noch ein bis zwei Jahre. Man könne aber schon heute sagen, so Professor Thomas Platzek, Toxikologe am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), dass die derzeit in Europa auf dem Markt erhältlichen Haarfarben mit hoher Sicherheit keinen Krebs auslösen.

Professor Klaus Golka, Leiter der Klinischen Arbeitsmedizin an der Universität Dortmund, bestätigt dies vorsichtig: "Bekannte Sünder bei den Haarfarben sind erst mal vom Markt. Derzeitiger Kenntnisstand ist, dass das Krebsrisiko durch derzeit am Markt erhältliche Haarfarben nicht belegt ist. Klare Ergebnisse können aber erst zukünftige epidemiologische Studien zeigen, da die Latenzzeiten für Krebserkrankungen 20 bis 30 Jahre und mehr betragen können."
Auch die International Agency for Research on Cancer (IARC) befreit die Haarfarben nicht vollständig vom Krebsverdacht. So wird die berufliche Exposition bei Frisören - aufgrund von Daten zu Blasenkrebs - als wahrscheinlich kanzerogen für den Menschen eingestuft. Ebenso zeige die persönliche Anwendung von Haarfarben in verschiedenen Studien ein mögliches mäßiges Risiko für Krebserkrankungen des Lymphsystems und für Leukämie. Da die Datenlage insgesamt jedoch widersprüchlich sei, nimmt das IARC hierzu vorerst keine Einstufung vor.

Doch auch wenn die Positivliste fertig ist, wird wohl ein Problem weiterhin ungelöst bleiben. Alle EU-Dossiers zu Haarfarben, es sind mittlerweile mehr als 130, fordern weitere Daten zur fertigen Mixtur aus Farbcreme und Oxidationsmittel. Denn mischt man die Farbcreme, die farblose Farbstoffbausteine enthält, mit dem Oxidationsmittel, reagiert dieses Gemisch auf dem Kopf zu etlichen Zwischen- und Endprodukten, über deren erbgutverändernden Effekte so gut wie nichts bekannt ist.

Quelle: ökotest, Autor: Christine Throl

24. Oktober 08

Schwellenwerte für allergieauslösende Bestandteile in Lebensmitteln notwendig

Experten fordern Grenzwerte für die Kennzeichnung und Standards für den Umgang mit Allergenen in der Lebensmittelproduktion

Für Erdnussallergiker können schon Spuren von Erdnüssen lebensbedrohlich sein - umso wichtiger, dass auch geringe Erdnussmengen in verpackten Lebensmitteln gekennzeichnet werden. Zutaten, die zur Rezeptur eines Lebensmittels gehören und bekanntermaßen Allergien auslösen können, müssen bereits jetzt gekennzeichnet werden. Gelangen jedoch Spuren bekannter Allergene unbeabsichtigt in das Lebensmittel, bleibt die Kennzeichnung dem Hersteller überlassen und ist nicht gesetzlich geregelt. Lebensmittel tragen dann Hinweise wie "Kann Spuren von Erdnüssen enthalten", oder "In unserem Betrieb werden auch Erdnüsse verarbeitet" auf der Verpackung. Expertinnen und Experten aus Medizin, Ernährungswissenschaft, amtlicher Lebensmittelüberwachung, Interessenverbänden und Lebensmittelindustrie sind sich einig, dass Hersteller Spuren allergener Bestandteile in ihren Produkten soweit wie möglich reduzieren sollten. Die Kennzeichnung der verbleibenden Spuren sollte verbindlich geregelt werden. Dazu sind Grenzwerte erforderlich, oberhalb derer ein Allergen gekennzeichnet werden muss. "Die Werte sollten sicherstellen, dass Allergiker ausreichend geschützt sind, dass die Mengen analytisch nachweisbar sind und dass sie für Lebensmittelhersteller umsetzbar sind", sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Nach Ansicht der Expertinnen und Experten sollten für jedes Allergen eigene Grenzwerte festgelegt werden.

Produziert ein Schokoladenhersteller zuerst eine Nussschokolade und danach eine Vollmilchschokolade, können geringe Reste der Nüsse unbeabsichtigt in die Vollmilchschokolade gelangen. Was die meisten Verbraucher beim Genuss der Schokolade nicht bemerken, kann für Allergiker schwere gesundheitliche Folgen haben. Bereits Spuren allergieauslösender Bestandteile können bei ihnen zu Beschwerden wie Hautrötung, Atemnot, und Kreislaufkollaps führen, bis hin zum lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock. Viele Hersteller weisen auf den Verpackungen ihrer Produkte auf mögliche Spuren allergener Lebensmittelbestandteile hin, um sich vor haftungsrechtlichen Konsequenzen zu schützen. Dies geschieht freiwillig und mit unterschiedlicher Wortwahl. Immer mehr Lebensmittel werden vorsorglich so gekennzeichnet, auch wenn sie den allergenen Stoff gar nicht enthalten. Das schränkt die Lebensmittelauswahl für Allergiker unnötig ein.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Expertengesprächs berieten in Berlin darüber, welche Schwellenwerte man für die Kennzeichnung von Allergie auslösenden Bestandteilen in Lebensmitteln festlegen kann. Der Schwellenwert bezeichnet die geringste Menge eines Stoffes, die bei empfindlichen Personen eine allergische Reaktion der Schleimhäute, der Atemwege, der Haut oder des Magen-Darm-Traktes hervorrufen kann. Allerdings können diese auslösenden Mengen individuell unterschiedlich sein. Darüber hinaus beeinflussen Rahmenbedingungen wie zum Beispiel körperliche Anstrengung, andere Bestandteile der Nahrung oder die Einnahme von Medikamenten das Auftreten und die Intensität von allergischen Reaktionen.

Auf der Grundlage wissenschaftlicher Daten und Erkenntnisse muss für jedes Allergen die Menge ermittelt werden, unterhalb derer die meisten Allergiker keine Symptome entwickeln. Wird daraus ein gesetzlicher Grenzwert abgeleitet, sollte auch berücksichtigt werden, dass diese Mengen überhaupt durch analytische Routinemethoden nachweisbar sind, damit sie von der amtlichen Lebensmittelüberwachung kontrolliert werden können. Lebensmittelhersteller sollten bei guter Herstellungspraxis zudem in der Lage sein, den Grenzwert auch einzuhalten. Weitere Verbesserungen des Qualitätsmanagements in Lebensmittelbetrieben im Hinblick auf unbeabsichtigte Spuren Allergie auslösender Bestandteile hielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Expertengesprächs ebenso für erforderlich. Die Ermittlung der Grenzwerte sowie die daraus abgeleiteten Kennzeichnungsregelungen sollten von weiteren Forschungen mit Allergiepatienten begleitet werden, damit auch bereits festgelegte Werte gegebenenfalls angepasst werden können.

Das Expertengespräch war Teil der Konferenz "Allergien: Bessere Information, höhere Lebensqualität" im Rahmen des Nationalen Aktionsplans gegen Allergien des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Die Ergebnisse des Gesprächs werden in Kürze auf der BfR-Homepage im Internet veröffentlicht.

Quelle: idw-online


Schimmelpilze in Innenräumen - ein zunehmendes Problem

Bericht von der interdisziplinären Tagung zu gesundheitlichen Auswirkungen von Schimmelpilzbefall

Mit rund 140 Teilnehmern war die 3. Hamburger Fachtagung „Schimmelpilze in Innenräumen“ organisiert vom Regionalverband Umweltberatung Nord e.V.“ gut besucht. Darunter befanden sich Vertreter des Bundesverbands für Umweltberatung e.V., des Umweltbundesamtes sowie zahlreicher Verbände und Behörden, die als Kooperationspartner beteiligt waren. Bei der Veranstaltung, die am 30. September 2008 in der Universität Hamburg stattfand, standen die gesundheitlichen Auswirkungen im Mittelpunkt. „Deshalb freuen wir uns besonders, dass auch zahlreiche Ärzte an der Tagung teilgenommen haben“, sagt Organisatorin Meike Ried. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Senatorin Anja Hajduk, die in ihrem Grußwort die Aktivitäten des Regionalverbands Umweltberatung Nord zur Vernetzung unterschiedlichster Fachleute im Problemfeld Schimmel lobte.

Übereinstimmend waren die Mahnungen der sieben Referenten, dem Wohnungsschimmel mehr Aufmerksamkeit zu widmen, da sie eine weitere Zunahme befürchten. Steigende Energiepreise verführen gerade Haushalte mit geringem Einkommen dazu, beim Heizen und Lüften zu sparen. Damit steigt jedoch auch die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen und die Schimmelgefahr. „Um Schimmels Willen“ meinte Dr. Heike Otremba vom Gesundheitsamt Bremen. Sie stellte die gleichnamige Bremer Studie vor, in der festgestellt wurde, dass Menschen mit wenig Geld die Verlierer in Sachen Wohnungsschimmel sind. Eine Qualitätssicherung für Schimmelpilzuntersuchungen hält Dr. Birger Heinzow vom Landesamt für soziale Dienste in Kiel für dringend erforderlich, da die Gefahr besteht, dass mit Schimmelpilzen Panikmache betrieben wird und Laboruntersuchungen als gewinnträchtige Einkommensquelle missbraucht werden. Wie Dr. Regine Szewzyk vom Umweltbundesamt zeigte, sind Feuchteschäden in der Wohnung ein Risikofaktor für die Entwicklung einer Schimmelpilzallergie bei Kindern. Dabei können prinzipiell alle Schimmelpilzarten eine Allergie auslösen. Szewzyk stellte Ergebnisse des Kinder-Umwelt-Surveys des Umweltbundesamtes vor, einer repräsentativen Studie, in der 1.800 Kinder auf allergische Erkrankungen durch Innenraumschadstoffe untersucht wurden. Die mietrechtliche Lage bei Auftreten von Wohnungsschimmel erläuterte Rechtsanwalt Alexander Blazek von Haus und Grund Schleswig-Holstein umfassend und verständlich. Wie reagieren Menschen, die in einem schimmelpilzbelasteten Umfeld leben und wie lässt sich eine gesundheitliche Reaktion auf Schimmelpilze diagnostizieren, war das Thema, über das Umweltmediziner Dr. Thomas Fenner referierte. Sozusagen als Pendant ging es in dem Vortrag von Dr. Ulrike Swida vom Amt für Arbeitsschutz um Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten in schimmelpilzbefallenen Räumen. Abgerundet wurde das Themenspektrum mit einem Vortrag von Diplomingenieur Wilhelm Reiners über Lüftungskonzepte zur Vorbeugung von Schimmelpilzen.

Die Vorträge sind in Kurzform in einem Tagungsband zusammengefasst, der zum Preis von 12,80 Euro bestellt werden kann unter oder 040-40 40 05.

Quelle: openPR

22. Oktober 08

Tonerstaub kann Krebs verursachen

Asbest kann Lungenkrebs verursachen. Gleiches gilt für das Rauchen oder das Einatmen von Rußpartikeln aus Dieselabgasen. Jetzt belegt eine wissenschaftliche Untersuchung an der Universität Rostock, dass es eine weitere Gefahrenquelle gibt: Tonerpatronen in Laserdruckern und Kopierern. "Die Untersuchungen lassen keinen Zweifel zu: Tonerstaub ist eine weitere Ursache für Lungenkrebs", sagt Prof. Dr. Ludwig Jonas vom Elektronenmikroskopischen Zentrum im Institut für Pathologie der Universität Rostock.

Seit einigen Jahren beobachtet man bei Servicetechnikern von Drucker- und Kopierherstellern zunehmende Lungenprobleme bis hin zur Arbeitsunfähigkeit und Invalidisierung. Einige Menschen entwickeln eine Allergie auf Tonerpulver und verlieren ihre Stimme, sobald sie in Räume kommen, in denen Drucker oder Kopierer stehen. "Die gesundheitlichen Probleme, die im Umgang mit Tonerpulver auftreten können, sind sehr ernst zu nehmen. Sie können bis zur Invalidität und Todesfällen führen", so Prof. Jonas. Um zu beweisen, dass diese Menschen wirklich am Tonerpulver erkrankt oder sogar dadurch gestorben sind, muss der eindeutige Beweis dafür oder dagegen erbracht werden, so wie beim Asbest der wissenschaftliche Nachweis zweifelsfrei gelungen ist. "Wir haben die Lunge eines verstorbenen Servicetechnikers, der täglich mit Tonerstaub in Berührung kam, im Elektronenmikroskop untersucht und eindeutig Kohlenstoffpartikel in großer Zahl nachgewiesen", sagt Jonas. Eine Doktorandin, die an der Universität Rostock und der Universität Essen die Toxizität der verschiedenen Asbestarten und von Kohlenstoffrußpartikeln und Tonerpulver experimentell an menschlichen Zellkulturen untersucht hat, beweist in ihrer Promotionsschrift, dass Asbestfasern und verschiedene Arten von Kohlenstoffpartikeln gefährliche Sauerstoff- und Stickstoffradikale produzieren, die zelltoxisch sind und zum Zelltod führen können.

Insgesamt nimmt die Belastung unserer Atemluft mit Fein- und Feinststaub immer mehr zu. Dazu trägt der verstärkte Einsatz von Nanopartikeln, zum Beispiel von Titannanopartikeln, bei. Vor etwa 10 Jahren gab es die ersten Richtlinien, wie hoch die Feinstaubbelastung auf Straßen sein darf. Grenzwerte wurden eingeführt und durch Messstationen bundesweit durchgängig gemessen. Eine solche Messstationen steht in Rostock zum Beispiel am Holbeinplatz und anderen Verkehrsknotenpunkten. "Wenn bei einigen Kopierern und Druckern dieser Grenzwert bis zum Fünffachen überschritten wird, dann muss es auch für Arbeitsräume solche Grenzwerte geben und die Feinstaubbelastung im Sinne des Arbeitsschutzes deutlich reduziert werden", fordert Jonas.

Quelle: idw-online

21. Oktober 08

Kredite für die Gesundheit

Obwohl der Leistungskatalog gesetzlichen Krankenkassen schon lange immer enger wird und auch die privaten Krankenkassen längst nicht mehr alles zahlen, kann man sich trotzdem Gesundheit leisten, wenn man sich für einen  Konsumentenkredit entscheidet. Früher hat man sich damit   Auto, Urlaub etc. finanziert - heute die Gesundheit.

Mittlerweile nehmen viele Patienten Kredite auf,  um  z.B.  eine Augenoperation durchführen zu lassen,  da sie keine Brille oder Kontaktlinsen mehr tragen wollen, diese Operation zahlt nämlich  keine Krankenkasse.

Tarifcheck24 - Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich.

18. Oktober 08

Medikation bei Asthma je nach Zusatzrisiken

Asthmatiker mit allergischer Rhinokonjunktivitis profitieren von Leukotrien-Rezeptor-Antagonist

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Die Schwere des Asthma bronchiale bei der Erstvorstellung in der Praxis sagt nur wenig darüber aus, welche medikamentöse Strategie bei dem betreffenden Patienten am besten zur Asthma-Kontrolle geeignet ist.

Das hat Professor J. Christian Virchow auf dem Kongress der European Respiratory Society in Berlin betont. Zusätzliche Faktoren könnten dazu aber Hinweise liefern. Eine Studie hat nach Angaben des Pneumologen ergeben, dass etwa Asthma-Patienten mit einer zusätzlichen allergischen Rhinokonjunktivitis deutlich besser auf eine Kombination von Montelukast (10 mg/d) (Singulair®) und Budesonid (2 x 400 μg/d) ansprechen als auf die Verdopplung der Steroiddosis (2 x 800 μg/d Budesonid). In der PRAACTICAL-Studie ließ sich der additive Effekt bei Patienten mit leichtem und mittelschweren Asthma und Rhinokonjunktivitis auch langfristig aufrecht erhalten.

Rauchen ist ein wichtiger Risikofaktor für ein besonders schwer kontrollierbares Asthma. Auch diese Patientengruppe könnte besonders von der Therapie mit dem Leukotrien-Antagonisten profitieren, berichtete Virchow bei einem von MSD unterstützten Symposium. Eine Studie mit 44 asthmakranken Nichtrauchern und 39 mäßigen Rauchern belege, dass Raucher im Unterschied zu Nichtrauchern deutlich besser auf Montelukast ansprechen als auf inhalative Kortikoide.

Eine zusätzliche Behandlung mit Montelukast könnte auch eine Option für Patienten sein, deren Asthma sich nur unzureichend mit inhalativen Kortikoiden oder lang wirksamen Beta-Mimetika kontrollieren lässt. In einer Studie wird gerade bei 1681 Erwachsenen mit schlecht kontrolliertem leichten bis mittelschweren Asthma untersucht, ob die zusätzliche Anwendung von Montelukast (10 mg/d) die Asthmakontrolle und die Lebensqualität bessert. Die Ergebnisse der Studie werden im kommenden Jahr veröffentlicht.

Quelle: Ärztezeitung

17. Oktober 08

Förderpreis für Allergologin aus Berlin

Beim 3. Gemeinsamen Allergie-Kongress in Erfurt hat die Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA) erneut den "Förderpreis Pädiatrische Allergologie" verliehen. Den mit 5000 Euro dotierten Preis erhielt die engagierte Kinderärztin und Allergologin Privatdozentin Doris Staab von der Helios Kinderklinik des Campus Charité in Berlin. Der einmal jährlich vom Unternehmen Phadia in Freiburg gestiftete GPA-Förderpreis würdigt Projekte oder Personen, die besonders zur Verbesserung der Situation allergiekranker Kinder beigetragen haben.

Quelle: Ärztezeitung

Erfolg mit Akupunktur bei Asthma

Bei Kindern und Jugendlichen mit Asthma kann eine Akupunktur-Behandlung zusätzlich zur Standardtherapie offenbar die Symptome verringern. Das hat eine Studie mit 85 Patienten ergeben.

An der Fachklinik Sylt erhielten 43 Kinder und Jugendliche mit Asthma während der Reha zusätzlich zur üblichen Therapie einschließlich Klimatherapie eine Akupunktur-Behandlung. Es erfolgten zwölf Sitzungen von je 30 Minuten über vier Wochen, und zwar nach standardisiertem Nadelschema (DZA 2, 2008, 8). Die Patienten der Kontrollgruppe nahmen lediglich an einem Gruppengespräch zu Akupunktur bei Asthma teil. Ergebnis: Bei gleichbleibender oder reduzierter Medikation zeigt sich eine nach Akupunktur deutlich reduzierte Häufigkeit morgendlicher Atemnot sowie ein tendenziell positiver Einfluss auf die Angstempfindung.

Quelle: Ärztezeitung

Welche Moleküle Nahrungsmittelallergien auslösen und wie sie sich nachweisen und abbauen lassen

Unter Lebensmittelallergien leiden etwa ein bis zwei Prozent aller Erwachsenen und bis zu zehn Prozent der Kinder. Auslöser sind sowohl tierische als auch pflanzliche Produkte. Die Oktoberausgabe der "Nachrichten aus der Chemie" berichtet, was ein Allergen chemisch gesehen ist, welche Methoden es aufspüren und wie sich seine Wirkung mindern lässt.         

Ein Lebensmittel enthält häufig mehrere Allergene, auf die Menschen unterschiedlich reagieren: Die Erdnussallergie ist in Deutschland wenig verbreitet, tritt in England in letzter Zeit vermehrt auf und ist in den USA ein Problem. Apfelallergiker sind in nordeuropäischen Ländern häufiger als in Südeuropa. Dabei reagieren die nördlichen Apfelallergiker auf andere Allergene als die südlichen.

Ein Allergen ist oft ein Protein mit Bindungsstellen für spezifische Antikörper, Epitope genannt. Lebensmitteltechnische Verarbeitung kann die Epitope eines Proteins und damit das allergene Potenzial verändern: Es reduziert sich im Apfel beim Erhitzen während der Saftgewinnung, das Rösten einer Erdnuss dagegen erhöht ihr allergenes Potenzial. Gentechnische Verfahren können die Epitope zerstören und damit das allergene Potenzial eines Lebensmittels senken.

Die allergenen Proteine sind in einem Lebensmittel durch elektrophoretische, chromatographische und immunologische Verfahren identifizierbar. Andere Methoden spüren allergieauslösende Substanzen auch in einem verarbeiteten Produkt auf.

Über diese und weitere Neuigkeiten zu Lebensmittelallergenen berichtet in der Oktoberausgabe der "Nachrichten aus der Chemie" die Lebensmittelchemikerin Angelika Paschke. Die PDF-Datei des Artikels gibt es bei der Redaktion der "Nachrichten aus der Chemie" unter nachrichten@gdch.de.

Nahezu 80.000 anspruchsvolle Chemiker und Chemikerinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Lehre informieren sich mit den "Nachrichten aus der Chemie" über Entwicklungen in der Chemie, in angrenzenden Wissenschaften sowie über gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte. Kennzeichen der Zeitschrift der Gesellschaft Deutscher Chemiker sind das breite Spektrum der Berichte, das einmalige Informationsangebot an Personalien, Veranstaltungs- und Fortbildungsterminen sowie der große Stellenmarkt.

Weitere Informationen:
http://www.gdch.de/nachrichten "Nachrichten aus der Chemie"
http://www.gdch.de/taetigkeiten/nch/jg2008/h10_08.htm Das Oktoberheft der "Nachrichten aus der Chemie"

Quelle: idw

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16. Oktober 08

Augenlasern im Ausland- Wie riskant sind Billig-Operationen?

München (ots) - Mit dem Flugzeug nach Istanbul und sich zum Schnäppchenpreis die Augen operieren lassen, Stadtrundfahrt inklusive. Das böse Erwachen kommt dann oft früher als gedacht. Der Patiententourismus